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Simon
2024-01-14 20:53:56 +01:00
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@@ -6,6 +6,7 @@ Um die erkannten Ergebnisse unter Verwendung der verschiedenen Pre- und Postproc
Sowohl die Character- als auch die Word Error Rate sind beliebte Vergleichswerte, die ihren Ursprung in der computergestützten Sprachverarbeitung \bzw automatischen Spracherkennung haben \mcite{wang2003word}. Da die optische Texterkennung und die automatische Spracherkennung jeweils darauf abzielen, maschinenlesbaren Text aus nicht-strukturierten Daten zu extrahieren, sind die Prinzipien dieser Metriken auch auf die optische Texterkennung anwendbar \mcite{tong1996statistical}.
\subsubsection{Word Error Rate}
\label{metriken_wer}
Die Word Error Rate (\kurz{WER}) beschreibt den prozentualen Anteil der falsch erkannten oder fehlenden Wörter eines Textes im Vergleich zu einer Referenz, welche im Falle der folgenden Vergleiche immer alle sichtbaren Texte im Bild repräsentiert. Je niedriger die WER, desto genauer ist der OCR-Vorgang. Um die WER zu berechnen, bildet man die Summe aller notwendigen Ersetzungen, Entfernungen und Einfügungen, um aus dem erkannten Text den Referenztext bilden zu können und setzt sie mit der Gesamtwortanzahl im Referenztext in Verhältnis \mcite{park2008empirical}.
@@ -33,6 +34,7 @@ Die WER spiegelt ohne großen Rechenaufwand direkt wider, wie stark die erkannte
Um also ein umfassendes Bild von der Genauigkeit des Texterkennungssystems zu erhalten, ist es sinnvoll, die Ergebnisse nicht nur anhand der WER, sondern auch noch mindestens anhand einer weiteren Fehlermetrik, wie beispielsweise der CER, zu vergleichen.
\subsubsection{Character Error Rate}
\label{metriken_cer}
Die Character Error Rate (CER) beschreibt die Anzahl der falsch erkannten oder fehlenden Zeichen im Vergleich zu einem Referenzwort und basiert auf der Levenshtein-Distanz \mcite{levenshtein1966binary}. Je niedriger die CER, desto genauer ist der OCR-Vorgang. Ähnlich wie die WER wird die CER aus der Summe aller notwendigen Ersetzungen, Entfernungen und Einfügungen, um aus dem erkannten Wort die Referenz bilden zu können, geteilt durch die Zeichenanzahl des Referenzwortes, gebildet.
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\section{Analyse}
\label{analyse}
Nachdem, wie in \autoref{implementierung} beschrieben, die vorbereiteten Bilddaten an das Texterkennungssystem übergeben und die Ergebnisse ermittelt wurden, werden die extrahierten Textdaten nun mit den manuell erstellten "Soll-Daten" verglichen. Basierend auf Metriken wie der Levenshtein-Distanz wird eine Statistik ermittelt, anhand derer festgestellt werden kann, welche Vorgehensweise zu der besten Ergebnisqualität führt. Um die Ergebnisse zu visualisieren, erstellt der in \autoref{components_reportgenerator} beschriebene "ReportGenerator" automatisch einen Bericht mit den Vergleichsdaten in Tabellenform.
Nachdem die vorbereiteten Bilddaten an das Text\-erken\-nungs\-system gemäß \autoref{implementierung} übergeben und die Ergebnisse ermittelt wurden, werden die extrahierten Textdaten nun mit den manuell erstellten "Soll-Daten" verglichen. Anhand der Statistik kann festgestellt werden, welche Vorgehens\-weise zu der besten Qualität führt. Um die Ergebnisse zu visualisieren, erstellt der in \autoref{components_reportgenerator} beschriebene "Report\-Generator" auf Basis der Bild\-dateinamen automatisch einen Bericht mit den Vergleichs\-daten in Tabellenform. Für eine bessere Lesbarkeit wird der erstellte Bericht in verschiedene Kategorien unterteilt.
Für eine bessere Lesbarkeit wird der erstellte Bericht in verschiedene Kategorien unterteilt:
\subsection*{Processing-Summary}
\label{report_processingsummary}
Die Kategorie "Processing Summary" beinhaltet eine vereinfachte Übersicht aller Ergebnisse. Je nach Rubrik wird jeweils der Median \bzw Durchschnitt der \hyperref[metriken_cer]{Character Error Rate} und \hyperref[metriken_wer]{Word Error Rate} berechnet.
\begin{table}[!ht]
\centering
\input{include/figures/fig_WER_1}
\caption{Auszug aus der Processing Summary Tabelle im generierten Bericht: Auflistung der Verfahren mit den durchschnittlich besten und schlechtesten Ergebnissen auf Basis der Word Error Rate. Die jeweilige Verarbeitungsmethode ist in der Spalte "Processor" zu finden, die Wortfehlerrate und die Standardabweichung in "Time" und "Deviation".}
\label{tbl:report_summary_wer}
\end{table}
\begin{table}[!ht]
\centering
\input{include/figures/fig_CER_1}
\caption{Auszug aus der Processing Summary Tabelle im generierten Bericht: Auflistung der Verfahren mit den durchschnittlich besten und schlechtesten Ergebnissen auf Basis der Character Error Rate. Die jeweilige Verarbeitungsmethode ist in der Spalte "Processor" zu finden, die Zeichenfehlerrate und die Standardabweichung in "Time" und "Deviation".}
\label{tbl:report_summary_cer}
\end{table}
\begin{table}[!ht]
\centering
\input{include/figures/fig_Time_1}
\caption{Auszug aus der Processing Summary Tabelle im generierten Bericht: Auflistung der Verfahren mit den durchschnittlich besten und schlechtesten Ergebnissen auf Basis der Laufzeit. Die jeweilige Verarbeitungsmethode ist in der Spalte "Processor" zu finden, die Laufzeit und die Standardabweichung in "Time" und "Deviation".}
\label{tbl:report_summary_time}
\end{table}
Auf Basis der Daten in \autoref{tbl:report_summary_wer}, \autoref{tbl:report_summary_cer} und \autoref{tbl:report_summary_time} lässt sich der Gesamterfolg der Bildvorbereitung \bzw der darauf folgenden Filterung feststellen.
Während die Fehlerquoten der Texterkennung mit Vorbereitung der Daten die Fehlerquoten von Texterkennung ohne Vorbereitung unterbieten, ist das Ergebnis unzufriedenstellend. Selbst bei Verwendung des fixen Thresholdingverfahrens mit einem Schwellenwert von 40 \%, werden durchschnittlich Ergebnisse mit einer Wortfehlerrate von ca. 46 \% \bzw 1,5 falsch erkannten Zeichen pro Wort erreicht. Die relativ hohe Standardabweichung von 26 \% lässt auf eine hohe Streuung der Ergebnisdaten, also unregelmäßig gute Erfolge schließen.
\subsection*{Top-Liste} % TODO change title
\label{report_bestof}
\subsection*{Detailvergleich}
\label{report_detailed}
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